WLAN funktioniert nicht – Was können die Ursachen sein?

WLAN ist eine beliebte Möglichkeit, um mit zahlreichen Endgeräten auf das Internet zuzugreifen. Der kabellose Internetanschluss benötigt lediglich ein ausreichend starkes Signal, um den Internetzugang zu ermöglichen. Doch das WLAN-Signal ist nicht frei von Fehlern. Die Gründe für ein nicht funktionierendes WLAN können vielfältig sein, lassen sich allerdings gleichzeitig häufig schnell und einfach beheben.

Immer den WLAN Router überprüfen

Zahlreiche Probleme beim WLAN gehen auf den Router zurück. Wurde der Router nicht ordnungsgemäß eingerichtet oder ist sein Betrieb gestört, kann er kein ordnungsgemäßes WLAN-Signal senden. Ob der Router richtig funktioniert, sieht jeder User anhand der angebrachten LEDs. Leuchten diese grün, besteht eine konstante Internetverbindung. Leuchten die Lämpchen hingegen rot oder gar nicht, liegen Probleme direkt am Router vor. Um die Routerprobleme zu beheben, existieren mehrere Möglichkeiten. Häufig genügt bereits ein Neustart des Gerätes. Dies bedeutet, er wird ausgeschaltet und nach einer Wartezeit von mindestens 30 Sekunden wieder in Betrieb genommen. Bei vielen Routern bewirkt ein Neustart, dass die Netzwerkverbindung erneuert wird, wodurch das Gerät wiederum ein WLAN-Signal senden kann.

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Oftmals ist der WLAN Router schuld (c)Bigstockphoto.com/159126326/casezy

WLAN-Signal am Router aktiveren

Viele Router senden das WLAN-Signal automatisch, ohne dass der Besitzer die Verbindung aktivieren muss. Dennoch lässt sich das Signal am Router manuell deaktivieren, indem beispielsweise auf eine Schaltfläche oder einen Knopf gedrückt wird. Deaktiviert ein User die WLAN-Übertragung, kann kein WLAN-Signal mehr empfangen werden. Die Verbindung mit einem Netzwerkkabel ist dennoch gegeben, wodurch keine allgemeine Netzwerkstörung vorliegt. Um den Fehler wieder zu beheben, muss der zuvor deaktivierte Schalter wieder aktiviert werden.

Die MAC-Adresse des Routers ändern

Die MAC-Adresse ist ein zentraler Bestandteil jedes Netzwerkadapters und wird ihm individuell zugewiesen. Die Adresse dient einer eindeutigen Identifikation des Routers im Rechnernetz. Auf manchen Routern ist allerdings ein MAC-Filter aktiv. Versucht ein User mit einem neuen Gerät eine Verbindung zum Router herzustellen, auf welchem ein MAC-Filter aktiviert wurde, verhindert der Filter eine Verbindung. Um eine WLAN-Verbindung zu ermöglichen, muss der User die MAC-Adresse manuell anpassen.

Ein korrektes WLAN-Passwort verwenden

In den meisten Haushalten wird das WLAN mittels eines festgelegten Passworts vor fremden Zugriff geschützt. Das Passwort verhindert zugleich, dass fremde Personen im Netzwerk die anderen User ausspionieren können. Die Verschlüsselung des WLAN-Netzwerks in Form eines Passworts ist ein gängiger Schutz. Beim Einrichten des Routers kann der Besitzer ein Passwort festlegen und es gegebenenfalls anpassen. Versucht der User auf ein passwortgeschütztes WLAN-Netzwerk zu erhalten, muss er das Passwort richtig eingeben. Da das WLAN-Passwort case sensitive ist und somit eine korrekte Zeicheneingabe erfordert, muss der User den Code zeichengenau eingeben. Häufig kann keine Internetverbindung hergestellt werden, da das Passwort falsch ist. Sobald das richtige Passwort eingetippt wurde, wird in der Regel eine WLAN-Verbindung aufgebaut.

WLAN-Verbindung am Endgerät kontrollieren

Da das WLAN mit zahlreichen Endgeräten wie etwa einem Computer, Smartphone, Tablet oder einer Spielekonsole benutzt werden kann, muss das Netzwerk auf jedem Gerät eingerichtet werden. Wurde der WLAN-Button beispielsweise versehentlich deaktiviert, ohne dass der User dies wollte oder bemerkt hat, wird auch automatisch die WLAN-Verbindung unterbrochen. Wurde der WLAN-Button ausgeschaltet, stellt er sofort wieder eine Verbindung her, nachdem er erneut aktiviert wurde. Bei vielen Geräten leuchten die WLAN-Buttons auf, wenn sie in Betrieb sind. Somit kann der User schnell überprüfen, ob die fehlende Netzwerkverbindung durch ihn bzw. das verwendete Gerät verursacht wird.

Das richtige Netzwerk auswählen

Möchte ein User in einem Haushalt eine WLAN-Verbindung aufbauen, welcher nur über einen Router verfügt, erhält er lediglich eine geringe Auswahl an verfügbaren Netzwerken. In der Öffentlichkeit hingegen können dem User mehrere vorhandene Netzwerke angezeigt werden. Wählt der User ein nicht verfügbares Netzwerk aus, welches beispielsweise durch ein Passwort geschützt wird oder nur ein geringes Datenvolumen überträgt, kann keine WLAN-Verbindung hergestellt werden. In diesem Fall muss der User entweder sichergehen, das richtige Netzwerk mitsamt passendem Passwort oder ein Netzwerk mit einem besseren Signal auszuwählen.

Gerätetreiber und Software aktualisieren

Nur ein aktueller Treiber mitsamt passender Software garantiert, dass der Router reibungslos arbeitet. Veraltete Software verhindert, dass der Router korrekt funktionieren kann. Folglich ist der Router nicht in der Lage, eine Netzwerkverbindung aufzubauen und ein WLAN-Signal zu senden. Die Treiber und die Software des Routers müssen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, damit eine einwandfreie Netzwerkverbindung möglich ist. Besonders häufig treten unter Windows 10 Probleme mit dem Netzwerktreiber oder des WLAN-Adapters des Routers auf. Das Treiber-Update muss auf allen Geräten erfolgen, welche den Betrieb des WLANs ermöglichen. Dies umfasst vor allem den WLAN-Adapter bzw. WLAN-Stick sowie den Router. Der Hersteller des jeweiligen Routers stellt die benötigten Treiber kostenlos auf seiner Website zum Download zur Verfügung. Da das WLAN-Signal gestört ist, kann eine Verbindung mit einem Netzwerkkabel einen Download ermöglichen. Sind allerdings keine Treiber für den eigenen Router verfügbar, sollte dieser ausgetauscht und durch ein neueres Modell ersetzt werden.

Die Reichweite des WLAN-Signals anpassen

Arbeitet der Router ordnungsgemäß und wurden aktuelle Treiber installiert, wird dennoch kein ausreichend starkes WLAN-Signal hergestellt, kann das Problem in diesem Fall an der Reichweite des Signals liegen. WLAN-Signale besitzen nur eine geringe Reichweite, sodass sie häufig nicht den gesamten Haushalt abdecken. Um das WLAN-Signal zu erweitern und somit über eine größere Reichweite zu erzielen, wird ein sogenannter WLAN-Repeater benötigt. Ein WLAN-Repeater wird vor allem bei schwachen Routern benötigt, welche nicht in der Lage sind, im gesamten Haushalt ein Signal zu senden. Um zu überprüfen, ob die Reichweite des Signals die Fehlerursache für eine fehlerhafte WLAN-Verbindung ist, sollte der User möglichst nahe am Router das Signal testen. Direkt neben dem Router ist das Signal am stärksten, wodurch es mit zunehmendem Abstand abnimmt.

Gestörtes Signal durch Wände oder elektrische Geräte

Obwohl das WLAN-Signal in der Lage ist, über größere Distanzen hinweg eine Netzwerkverbindung zu ermöglichen, kann das Signal durch Wände oder andere elektrische Geräte gestört werden. Besonders dicke Wände verhindern, dass eine ausreichend starke Verbindung zwischen dem Endgerät und dem Router aufgebaut werden kann. Funktioniert die Verbindung direkt neben dem Router, sollte der User langsam die Distanz erweitern. Sobald die Netzwerkverbindung nicht mehr konstant ist, sollte der User an der betroffenen Stelle einen WLAN-Repeater platzieren oder einen stärkeren WLAN-Adapter installieren.

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Wir behaupten – Jeder kennt es! Das WLAN streikt – Was können die Gründe dafür sein? (c)Bigstockphoto.com/173198432/Silver Air

Generelles Netzwerkproblem ausschließen

In manchen Fällen beruht eine fehlerhafte WLAN-Verbindung nicht auf Störungen des Netzwerkes oder einer nicht ausreichenden Distanz. Da generelle Netzwerkprobleme nicht ausgeschlossen werden können, kann es passieren, dass der Verbindungsfehler direkt beim Provider liegt. Herrscht beispielsweise ein Unwetter vor oder finden Bauarbeiten statt, kann die Verbindung kurzzeitig unterbrochen werden. Werden allerdings wichtige Kabel beschädigt, dauern die Reparaturarbeiten an, sodass mehrere Stunden keine Internetverbindung aufgebaut werden kann. Liegt das fehlerhafte WLAN-Signal mehrere Tage lang vor, kann ein allgemeiner Verbindungsfehler durch den Provider allerdings ausgeschlossen werden. Ein Anruf beim Provider hilft häufig, den Verdacht auf ein allgemeines Netzwerkproblem auszuschließen. Ebenfalls führt der Provider bei Bedarf eine Fernwartung durch. Während der Fernwertung wird ein Test gestartet, welcher das Internetsignal überprüft. Die kostenlose Servicenummer des Providers befindet sich standardmäßig in den Unterlagen, welche jeder User beim Vertragsabschluss erhält.

Andere Netzwerkuser fragen

Wird das WLAN nicht nur von einer Person benutzt, können allgemeine Veränderungen an den Einstellungen des Netzwerks durch weitere User vorgenommen worden sein. Teilt ein User beispielsweise den Router mit der Familie oder Freunden, kann einer der anderen User unter anderem das Passwort verändert oder den Treiber deaktiviert haben. In diesem Fall sollten immer alle Benutzer des Netzwerks befragt werden, um Fehler seitens der User auszuschließen. Wurden Veränderungen vorgenommen, lässt sich eine fehlerhafte WLAN-Verbindung mittels Nachfragen schnell beheben.

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